Oftmals bin ich fassungslos was beim Einsteigen in den Flieger abgeht… ein wildes Durcheinander und vordrängeln, jeder schleppt Reisegepäck mit, in (un)erlaubten Mengen und in allen Grössen zu Lasten anderer Mitreisenden. Findet ihr das wirklich richtig?
Natürlich ist es toll, den Flieger zu verlassen und gleich zum Ausgang zu stürmen ohne am Gepäckband warten zu müssen. Kleine Einschränkung: gilt wohl nur im Schengenraum, sonst stehen wir alle ja zuerst mal an der Passkontrolle an, und oft ist dann unser Gepäck auch auf dem Band.
Was haben die Airlines nicht alles schon ausprobiert, von hinten nach vorne, vom Fenster Richtung Gang, Boardinggruppen, da steht gefühlt jeder 4. falsch und muss zurückgewiesen werden. Habt ihr schon mal ein reibungsloses Einsteigen erlebt? Und klar, es ist eine grosse Herausforderung den Bedürfnissen und Erwartungen der Fluggäste gerecht zu werden.
Aus meiner Sicht gibt es schon Gründe warum dies so langsam geht und Nerven kosten kann, bzw. warum viele bereits schlecht gelaunt am Gate eintreffen und so rasch als möglich den Sitz erreichen wollen. Mal eine Aufzählung wie ich es sehe:
1. Enge Platzverhältnisse: Die beengten Platzverhältnisse in den Flugzeugkabinen können das Einsteigen zu einer Herausforderung machen. Enge Gänge und begrenzter Raum beim Suchen nach dem Sitzplatz können Unannehmlichkeiten verursachen. und, die Sitzreihenbezeichnung ist ja auch nicht wirklich konsistent in den Flugzeugen angebracht.
2. Wartezeiten: Wir Passagiere müssen oft vor dem Einsteigen in einer Wartehalle oder am Gate warten. Dies kann als zeitraubend und langwierig empfunden werden, insbesondere wenn es Verzögerungen gibt, Hand aufs Herz, Verzögerung ist mittlerweile üblicher als Pünktlichkeit!
3. Boarding-Prozess: Wie in der Einleitung bereits erwähnt, der Boarding-Prozess selbst kann unübersichtlich und zeitaufwendig sein. Je nach der gewählten Boarding-Methode kann es zu Verzögerungen, Warteschlangen und Gedränge kommen.
4. Gepäckprobleme: Das Verstauen von Handgepäck in den begrenzten Stauräumen über den Sitzen kann zu Konflikten führen. Passagiere kämpfen manchmal um begrenzten Stauraum, was zu Verzögerungen und Frustration führen kann. Durchgreifen tut da kaum jemand, selten wird Gepäck von der Kabine nach unten umgeladen. Was ich als Frechheit empfinde ist, dass mit einer Selbstverständlichkeit angenommen wird, dass die Flugbegleiterinnen und -begleiter dies dann schon richten in der Kabine.
5. Sicherheitskontrollen: Die Sicherheitskontrollen vor dem Einsteigen können zusätzlichen Stress verursachen. Lange Schlangen, das Abnehmen von Schuhen und das Durchleuchten von Handgepäck können als zeitraubend empfunden werden und hat sich nach Corona auch genau so entwickelt. Die langen Schlagen weil Personal nicht vorhanden und doch die Sicherheit gewährleistet werden muss.
6. Allgemeiner Stress vor dem Flug: Viele, oder wenigstens einige, Passagiere empfinden auch generellen Stress vor einem Flug, sei es aufgrund von Reisevorbereitungen, Angst vor Fliegen oder anderen persönlichen Gründen. Das Einsteigen wird dann zu einem weiteren Schritt in einem oft als stressig wahrgenommenen Prozess.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen